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Asyl in Not


Asyl in Not

 

Kernstück unserer Arbeit ist die rechtliche Beratung und Vertretung im Asylverfahren. Hier gehören wir zu den erfolgreichsten NGOs in Österreich – wenn auch unsere Erfolge an der insgesamt beschämend niedrigen Anerkennungsquote zu messen sind:

 

Im ganzen Bundesgebiet erhielten im Jahre 2000 nur 384 Flüchtlinge Asyl. Plus 618 Ehepartner und Kinder;  zusammen also 1002. Bei 20.514 „Erledigungen“ in der gleichen Zeit! 42 der 384 anerkannten Flüchtlinge waren Klienten von Asyl in Not, plus 26 Angehörige. Im Jahre 2001 erzielten wir 34 positive Bescheide, plus 36 Angehörige.  Jeder dieser Erfolge beruht auf der präzisen, kompetenten Arbeit unseres Rechtsberaterteams. Dabei sind wir immer wieder mit skandalösen Bescheiden der Asylbehörden konfrontiert.

 

Zu den erschütterndsten Fällen gehörte Frau K. aus dem Irak, die in ihrer Heimat viele Jahre im Gefängnis gesessen, in der Haft immer wieder von Polizisten vergewaltigt und infolge dessen schwanger worden war. Das Kind, das sie im Gefängnis zur Welt brachte, wurde ihr sofort weggenommen. Das Bundesasylamt wies ihren Asylantrag als „unglaubwürdig“ ab. Unsere Berufung hatte Erfolg, nicht zuletzt dank zweier psychologischer Gutachten, die Frau K.’s Martyrium bestätigten.

 

Auch Frau W. aus Afghanistan erhielt dank unseren Rechtsmitteln in zweiter Instanz Asyl, nachdem das Bundesasylamt zunächst behauptet hatte, die Unterdrückung der Frauen durch die Taliban sei „nicht als geschlechtsbezogene politische Verfolgung zu werten. Ähnliche Vorschriften bestehen, wenn auch möglicherweise nicht ganz so extrem, in den meisten islamischen Staaten aus langer Tradition heraus.“

 

Zur Prügelstrafe bei Verstößen gegen die Schleierpflicht meinte das Bundesasylamt: „Nicht das Frausein ist hier betroffen, sondern die Nichteinhaltung der Vorschriften.“ Vorschrift ist Vorschrift! Das gehört zur österreichischen „Leitkultur“...

 

Menschen, die auf der Flucht ihr letztes Hab und Gut verloren, die von ihren Familien getrennt sind, brauchen aber nicht nur juristische Vertretung, ihnen fehlt oft das Nötigste – eine Mahlzeit am Tag, ein Bett für die Nacht. Manchmal können wir helfen; oft nicht. Wir danken daher den BetriebsrätInnen der Wiener Kinder- und Jugendbetreuung ganz besonders für eine Spende von Lebensmittelgutscheinen am Beginn der Winterzeit.

 

Wir sind unbequem. Das Innenministerium hat daher unsere letzte Förderung gestrichen. Wir arbeiten daran, vom Staat unabhängig zu sein: Österreichs beste Kabarettisten rufen ihr Publikum auf, für Asyl in Not zu spenden. Sehr erfolgreich war im vergangenen November unsere Kunstauktion in der „Secession“.

 

Wo andere Organisationen, größere und reichere als wir, Kompromisse mit dem Unrecht schließen, suchen wir den Konflikt. Wir verbinden Hilfe für Einzelne mit dem politischen Angriff auf ungerechte Zustände. Wir wollen das Elend nicht verwalten, sondern bekämpfen.

 

Michael Genner (Geschäftsführter von Asyl in Not)

 

Spendenkonto: Bank Austria, 698 035 557, Asyl in Not.

 

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