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Gewerkschaft?

Ja! natürlich

Lustig, entspannt, motiviert - alles Zustände, die die Gewerkschaftsspitze wohl seit einigen Wochen nicht mehr erlebt hat. Und auch den „einfachen Mitgliedern" und „kleinen FunktionärInnen" ist das Lächeln beim Thema ÖGB eingefroren. Doch mal abgesehen davon, dass nach dem Schreiben dieses Textes wahrscheinlich noch weitere Skandale aufgedeckt werden, BAWAG hin oder her: an der Notwendigkeit einer kämpferischen Gewerkschaftbewegung hat sich durch die täglichen Horromeldungen nichts geändert.

ÖGB oder alleine

Die österreichische Gewerkschaftsbewegung ist speziell organisiert. Im Unterscheid zu Frankreich oder Italien beispielsweise, wo sich die Beschäftigten die Gewerkschaft nach der politischen Richtung aussuchen, gibt es bei uns nur eine einzige Möglichkeit: Mitglied im ÖGB, dem Östereichischen Gewerkschaftsbund zu werden. Organisiert ist man dann zwar in der jeweiligen Fachgewerkschaft, was sich danach richtet, wo man seinen Arbeitsplatz hat - also bei der Eisenbahn, im Metallbereich, als Gemeindebedienstete/r oder eben, wie in unserem Fall, als Privatangestellte/r, doch alle sind vereint in der Dachorganisation ÖGB. Entweder hier sich solidarisch zeigen und Gewerkschaftsmitglied werden - oder alleine dastehen.

„Der ÖGB ist eine überparteiliche Organisation..."

... so heißt es vollmundig im ÖGB-Statut. Nun, grundsätzlich stimmt dies, praktisch ist derzeit (und seit der Gründung 1945) klar, dass wer die Mehrheit in den Gremien stellt, auch die Nähe zu einer Partei bestimmt. Der ÖGB wie auch die einzelnen Fachgewerkschaften sind nach Fraktionen aufgeteilt - und außer in der GÖD dominiert überall die Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen. Ihr gehören auch jene FunktionärInnen an, allen voran Fritz Verzetnitsch, die nun diesen Skandalwust produziert haben. Kritische, kämpferische Stimmen wurden allzuoft nicht gehört, überstimmt, beiseite geschoben.

Mitreden! Verändern!

Jetzt zu meinen: „Ich hatte ja recht, nicht Gewerkschaftsmitglied zu sein", ist grundsätzlich falsch. Es gibt nun mal keine Alternative zum ÖGB. Es gibt aber eine Alternative zur derzeitigen Situation im ÖGB! Der ÖGB muss zu einer Kampf- und Widerstandsorganisation der Lohnabhängigen werden, zumindest in Fragen der Löhne und Gehälter, der Pensionen und der Arbeitsverträge. Das ist nur durch ein deutliches Abrücken vom bisherigen sozialpartnerschaftlichen Stillhalten, nur durch Arbeitskampf und Streiks möglich.

Jetzt sind Initiativen notwendig, damit möglichst bald über eine Neuorientierung, ja eigentlich einen Neuanfang des ÖGB diskutiert wird, in allen Fachgewerkschaften, in Fach- und Ortsgruppen, in Betriebsratskörperschaften, in den Betrieben. Die österreichische Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung darf nicht endgültig auf den Hund(storfer) gekommen sein.

Die Gewerkschaften müssen sich wieder deutlich und - wenn nötig - mit allen Kampfmaßnahmen für höhere Löhne und Gehälter, für menschenwürdige Pensionen, für soziale Rechte und für Demokratie und Mitbestimmung in den Betrieben einsetzen.

„Die Gewerkschaft" sollen die Mitglieder sein. Für jene, die die Machenschaften der ÖGB-Spitze verurteilen, ist gerade jetzt die Zeit gekommen, beizutreten und Mitspracherecht einzufordern.

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