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Inhalt | Arbeitsrecht konkret | Team | Bemerkungen zur Teamstunde

Bemerkungen zur Teamstunde

Im Team sind wir stark - Bemerkungen zur Teamstunde


Im Schuljahr 2004/05 ist es gelungen, an allen Standorten (heuer auch an GTVS) eine gemeinsame Teamstunde im Dienstzeitplan zu vermerken. Die Rückmeldungen von den Standorten, die diese Stunde schon in den letzten 4 Jahren hatten, sind äußerst positiv. Fast alle Mitarbeiter/innen sind sich einig, auf diese Stunde nicht verzichten zu können. Vor allem an großen Standorten mit vielen Betreuern/innen ist sie ein wichtiges Forum, ohne das der Nachmittagsbetrieb nicht wirklich gut laufen kann.

Ich möchte Ihnen hier ein paar Überlegungen präsentieren, die dazu geführt haben :

• Gerade in der heutigen – sehr schnelllebigen Zeit – ist es unbedingt notwendig, im Team zu arbeiten. Wir erkennen es im beruflichen Leben, wo Teamfähigkeit ein wichtiger Faktor innerhalb eines Betriebes, einer Firma  ist.

• Wir erkennen es im privaten Bereich (schon eine Familie, in der die Eltern arbeiten, müssen im Team den Alltag bewältigen) und wir erkennen es immer mehr im pädagogischen Bereich. Das „Saurierzeitalter“ der Einzelkämpfer/innen scheint endgültig vorbei zu sein.

• Nicht zuletzt ist es auch unsere Aufgabe, die Schüler/innen, die wir betreuen, rechtzeitig auf das Leben im Team (mit Teamarbeit) vorzubereiten.

Um in einem Team professionell arbeiten zu können, verlangt es gewissen Regeln. Für alle "Player", da sie ja alle ein Ziel vor Augen haben. Naturgemäß gibt es immer wieder Menschen, die gerne als Autodidakten durchs Leben gehen, sie haben ihr Programm, bringen es gut rüber - nur sind sie auf sich allein gestellt.
Im Team werden die Energien einer Gruppe genützt, die Synergien angewandt, bei Diskussionen, Brainstorming etc. kommt man vom Hundersten ins Tausendste - und das ist das Schöne.
Es werden Betreuer/innen gebraucht, die bei Projektplanungen oder Diskussionen ihre Fähigkeiten einbringen. Der kreative Kopf, der die unglaublichsten Ideen hat, ist genauso wichtig wie der vernünftige Bremser oder das Organisationstalent am PC. Ob Idealist oder Praktiker, Optimist oder Pessimist - all diese Vielfalt ist vorhanden, es wird diskutiert, überlegt, verworfen -  ein äußerst interessanter Vorgang, bis die Thematik klar ist.
Und nicht zuletzt hilft es ungemein, wenn die Möglichkeit besteht, sich in unklaren Situationen einmal Verstärkung zu holen, nachzufragen, ob der eigene Weg stimmt, zu hinterfragen, ob diese oder jene Entscheidung stimmt.


Was passiert in der Teamstunde ?

Hier einige Punkte, um die Wichtigkeit zu unterstreichen :

• Organisation (Besprechung, Planung gemeinsamer Vorhaben, Einteilung, Ordnungsrahmen .....)

• Informationsaustausch (mit Kollegen/innen, Schulleitung, Freizeitleitung, Schulwart, Schulteam)

• Absprachen über schwierige Kinder - gemeinsame Überlegungen helfen in schwierigen Situationen

• Klärung der Befindlichkeit des Teams - auch die eigene Befindlichkeit kann Thema sein (wie gehen wir miteinander um, in welcher Art und Weise sprechen wir über uns, Vorbildwirkung)

• Intervision - kollegiale Beratung

• Ideenpool - neue Ideen werden ins Team gebracht - verschieden Ansätze und Zugänge gefunden

• Moderation/Schriftführung - unbedingt notwendig, Absprachen müssen festgehalten werden

• Die Stunde dient ausschließlich unserer Arbeit, ist auch Kontaktpunkt zwischen Mitarbeiter/innen und Verein (Pädagogisches Referat)

Für mich persönlich war das Arbeiten in einem funktionierenden Schulteam immer eine große Bereicherung und Herausforderung, es bedeutete einfach, dass sich jeder - entsprechend seiner Fähigkeit und Qualifikation einbringen konnte, dass lustvoller geplant und ideenreicher gearbeitet wurde, dass jemand da war, der im Fall einer persönliches Schwäche/Unzulänglichkeit geholfen hat, dass Ehrlichkeit und Vertrauen im Team herrschte und vor allem, dass wir auch in der Lage waren, diese Teamfähigkeit den Kindern zu vermitteln. Wenn Menschen, die alle den gleichen Beruf haben, die alle in diesem Umfeld  - Kinder, Schule, Eltern - arbeiten, an einem Tisch zur gleichen Zeit zusammensitzen, gibt es keine Minute, die nicht zum Be- und Aussprechen genützt werden kann.


Doris Hetzl
Pädagogische Referentin

(Fr. OSR Hetzl war bis 2011 Leiterin des pädagogischen Referats in der Wiener Kinder- und Jugendbetreuung. Der Artikel erschienen in der MitarbeiterInnenZeitung Nr. 14, April 2005)

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