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Inhalt | Arbeitsrecht konkret | Supervision | Supervision ist wichtig für Dich!

Supervision ist wichtig für Dich!

Nimm sie in Anspruch!

Das kann doch nicht wahr sein....


Das oder ähnliches hat sicher schon jede/r einmal von uns gedacht, als vielleicht ein Kind zum hundertsten Mal die selbe Frage stellt, der Verein die Mehrstundenliste zurückweist, die Lehrerin sich zum x-ten Mal über die Lautstärke der Kinder aufregt und der Schulwart keine Klopapierrollen nachgefüllt hat.

 

Das einem die Arbeit über den Kopf wächst, ist ganz normal. Das man ab und zu keine Lust hat, den Weg in die Schule anzutreten, auch. Doch gerade im Sozialbereich ist die Gefahr, alle Probleme in sich hineinzufressen und sie als „Rucksack“ durch das Berufsleben mitzuschleppen, sehr groß. Damit dieser „Problemrucksack“ nicht erdrückend wird, gibt es verschiedene Formen, ihn loszuwerden: Durch Fortbildung, Gespräch mit KollegInnen, Urlaub, ... Oft aber sind es die kleinen, immer wiederkehrenden Probleme, die einem das Leben schwer machen. Dafür gibt es einen Lösungsansatz, der in vielen sozialen Einrichtungen angeboten wird: Die „Supervision“. Hinter diesem exotischen Wort verbirgt sich eigentlich etwas sehr einfaches: Mithilfe eines ausgebildeten Supervisors/einer Supervisorin werden einzeln oder in einer Gruppe die Probleme des Berufsalltags besprochen und werden gemeinsam Lösungen gesucht.

Auch in unserem Verein wird Supervision angeboten, doch leider nehmen dies viel zu wenige Kolleginnen in Anspruch. Da ich Supervision gerade in unsere Arbeit für extrem wichtig halte möchte ich dafür die Werbetrommel rühren und gebe euch einen kleinen Überblick, was Supervision ist.

 

  • Die Supervision soll das eigenständige berufliche, fachliche Handeln und das persönliche kreative Umgehen in der Arbeit entwickeln und verbessern.
  • Die Arbeitssituation wird analysiert, Bedürfnisse und Ziele werden formuliert, das Handeln wird geplant. In der nachträglichen Reflexion werden Ziel, Plan und Durchführung miteinander verglichen und neue Handlungsstrategien entwickelt.
  • Die Supervision soll die Fähigkeiten erweitern um sie in die praktische Arbeit einbringen zu können.
  • Die Supervision bezweckt die Reflexion auf die Institution ihre Ziele und organsiation, auf die Zusammenarbeit mit KollegInnen, und das Erreichen einer sicheren und flexiblen beruflichen Identität.
  • Supervision ist vor allem ein Lernprozess, der hilft, das eigene Tun und Arbeiten zu überdenken und zu verbessern.

 

  • Supervision ist keine Psychotherapie, keine Fortbildung in Form von Vorträgen, keine Kontrolle der geleisteten Arbeit! Der Supervisor ist kein Therapeut und hat keine Aufsicht (sondern hat absolute Schweigepflicht nach außen)!

 

Bevor der Betriebsrat 1998 den Antrag auf bezahlte Supervision an den Vereinsvorstand einbrachte, holte er ExpertInnenmeinungen dazu ein, von denen ich einige zitieren will:

  • o.Univ. –Prof. Dr. Max H. Friedrich:
  • „Es ist unabdingbar, daß die freiwillige Selbstkontrolle zu einem selbstverständlichen und nicht mehr wegzudenkenden Instrument werden muß. Jeder Psychosozial-Verantwortliche weiß, wie sensibel unbegleitete Kinderarbeit ist.“
  • Dr. Klaus Rückert, Institut f. Sozialpädagogik:
  • „Die MitarbeiterInnen der vereins Wr. Kinder- und Jugendbetreuung arbeit unter schwierigen Bedingungen ... (...). In diesen besonderen Arbeitssituationen, in denen psychische und soziale Problematiken konzentriert vorhanden sind, scheint uns der Einsatz von Supervision für alle MitarbeiterInnen unumgänglich zu sein. Supervision entspricht der pädagogischen Verantwortung und erhöht die Professionalität der Mitarbeiterinnen zugunsten der btreuten Kinder.“
  • Anton Smolka, Supervisor:
  • „Supervision stellt bei den vielfältigen Problemstellungen des pädagogischen Alltags sowie als psychohygienische Maßnahme im Sinne einer „Burn-Out“ – Prophylaxe das Mittel der Wahl dar.“
  • Univ.Lekt.Mag. Georg Gröller, Kinderschutzzentrum:
  • „Es war ... klar zu erkennen, daß der Umgang mit problematischen Kindern nicht die seltene Ausnahme sondern eine ständige Erfahrung in Ihrem Arbeitsfeld darstellt. (...) Aus diesen Gründen ... komme ich nicht umhin festzustellen, daß das Angebot von Supervision heute nach übereinstimmender Fachmeinung als eine unabdingbare Voraussetzung professioneller Arbeit im psychosozialen und pädagogischen Feld gilt.“

 

 

Selma

 

 

 

 

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