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Einarbeitung der Osterferien

FAQ - Fragen & Antworten zur „Durchrechnungsvereinbarung“


Da auch das Betriebsratsbüro wegen Urlaubs derzeit nicht besetzt ist, hier schriftlich einige Antworten auf „Frequently asked Questions“ zur Durchrechnungsvereinbarung, die einem Teil der MitarbeiterInnen zugeschickt wurde.

Im BR-Büro steht Selma am Montag, den 19.August auch persönlich oder telefonisch für Fragen zur Verfügung.

 

1. Soll ich diese Vereinbarung unterschreiben?

Jede/r muss selbst entscheiden, ob er/sie die Vereinbarung unterzeichnet. Wer sie unterschreibt, hat ab kommendem Schuljahr in den Osterferien frei, wer es nicht tut, hat die bisherigen Regelung (alternierend Konzeption bzw. Betreuung+Seminar in den Semester- und Osterferien).

 

2. Hat die Geschäftsleitung das mit dem Betriebsrat ausgemacht?

Der Betriebsrat hat einige Gespräche mit der Geschäftsleitung über diese Vereinbarung geführt und einige Verbesserungen zur ursprünglich von der Geschäftsleitung vorgeschlagenen Version erreicht.

 

3. Was bedeutet das für die Semesterferien?

Nach derzeitigem Stand der Dinge gilt: In den Semesterferien hat man die Konzeptionswoche zu arbeiten.

 

4. Warum sind das immer Zwei-Monats-Zeiträume?

Längere Durchrechnungszeiträume bedürften einer Betriebsvereinbarung, die die Geschäftsleitung aber nicht abschließen will. Zwei-Monats-Zeiträume können einzeln zwischen Arbeitnehmerin und Arbeitgeber vereinbart werden.

 

5. Wie viele Stunden muss ich einarbeiten?

Für jene, die den Karfreitag frei haben, sind es 80% der Wochenarbeitszeit. Bei 32 Wochenstunden sind dies 25,6 Stunden, bei 38 Wochenstunden sind dies 30,4 Stunden.

 

6. Wie lang habe ich Zeit, die Stunden einzuarbeiten?

Im kommenden Schuljahr von September bis Donnerstag vor den Osterferien (10.April), also siebeneinhalb Monate. Im darauf folgenden Schuljahr dann von Mai 2014 bis April 2015, also 12 Monate (dies gilt dann auch weiterhin).

 

7. Was passiert mit dem 30-Stunden-Pool?

Die 30 Mehr- bzw. Überstunden, die man bisher machen konnte und (inkl. Zuschlägen) ausbezahlt bekommen hat, fallen ersatzlos weg.

 

8. Gibt es Nachteile?

Wie früher kann es passieren, dass man die Stunden oder Teile davon nicht eingearbeitet hat – diese werden dann vom Gehalt abgezogen.

Generell stehen (außer bei einem Vollzeitvertrag) weniger Mehr- bzw. Überstunden für Ausflüge etc. zur Verfügung.

Neben den Betreuungstagen in den Osterferien fällt auch ein Teil der Fortbildung weg (die 1,5 Tage).

Zuschläge fallen nur mehr an, wenn man mehr als 16 Mehr- bzw. Überstunden in zwei Monaten macht.

 

9. Kann ich mehr Mehrstunden als die 80% machen?

Nein, außer es sind notwendige oder von der Zentrale angeordnete Stunden (wie z.B. ein Kind wird zu spät abgeholt, Vertretung einer fehlenden Kollegin etc.).

 

10. Ich habe noch den alten Vertrag und bin auch nicht in den Kollektivvertrag optiert. Ändert sich da etwas?

Nein, alle anderen vertraglichen Grundlagen (Dienstzettel bzw. Dienstvertrag, Abfertigung, Wochenarbeitszeit, ….) bleiben gleich.

 

11. Was sind die rechtlichen Grundlagen?

Die Paragraphen finden sich im BAGS-KV der Sozialwirtschaft Österreich:

Kollektivvertrag § 5 Abs. 3:

Wird die vereinbarte Normalarbeitszeit in einem Durchrechnungszeitraum von bis zu 8 Wochen bzw. 2 Monaten um 16 Stunden (das entspricht einer durchschnittlichen Überschreitung von zwei Stunden pro Woche) überschritten, gebührt in Abweichung zu Absatz 2 für jede weitere Arbeitsstunde bis zum Ausmaß der kollektivvertraglichen wöchentlichen Normalarbeitszeit ein Zuschlag zum Grundstundenlohn von 25%.

Kollektivvertrag § 7 Abs. 1:

Bei einem Durchrechnungszeitraum von bis zu 8 Wochen bzw 2 Monaten kann die Verlängerung der Normalarbeitszeit in einzelnen Wochen auf bis zu 50 Wochenstunden erfolgen, wenn die kollektivvertragliche Normalarbeitszeit im Durchrechnungszeitraum im Durchschnitt nicht überschritten wird. Dabei kann die tägliche Normalarbeitszeit auf 10 Stunden ausgedehnt werden, wenn der Zeitausgleich in mehrtägigen zusammenhängenden Zeiträumen verbraucht wird.

Kollektivvertrag § 7 Abs. 1:

Im Einvernehmen mit der Arbeitnehmerin kann ein Zeitguthaben im Ausmaß einer vereinbarten wöchentlichen Normalarbeitszeit in den nächsten Durchrechnungszeitraum mitgenommen werden. Durch Betriebsvereinbarung kann ab 1. Juli 2008 ein Zeitguthaben im Ausmaß einer weiteren vereinbarten wöchentlichen Normalarbeitszeit in den nächsten Durchrechnungszeitraum mitgenommen werden. Die Zuschlagspflicht für Teilzeitbeschäftigte im Sinne des § 5 bleibt davon unberührt.

Wird der Zeitpunkt des Zeitausgleiches nicht bis Ende des nächsten Durchrechnungszeitraumes vereinbart, kann die Arbeitnehmerin den Zeitpunkt des Zeitausgleiches unter Anwendung des § 19 f AZG einseitig bestimmen oder sich dieses Zeitguthaben als Überstunden abgelten lassen. Auf Verlangen der Arbeitnehmerin hat der Zeitausgleich in mehrtägigen zusammenhängenden Zeiträumen zu erfolgen.

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