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Inhalt | Arbeitsrecht konkret | Dienstverhinderung | Pflege- & Hospizkarenz

Pflege- & Hospizkarenz

Neue Regelungen ab 1.1.2014

Bessere Vereinbarkeit von pflegenden Angehörigen und Beruf


„Mit der Pflegekarenz wird künftig verhindert, dass sich pflegende Angehörige vom Arbeitsmarkt zurückziehen müssen. Derzeit sind vor allem Frauen praktisch gezwungen, ihren Beruf aufzugeben, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. Neben der Pflegekarenz wird auch die Möglichkeit der Pflegeteilzeit geschaffen. Pflegende Angehörige können bis zu drei Monate in Pflegekarenz oder -teilzeit gehen. Die Regelungen treten am 1. Jänner 2014 in Kraft. Während der Karenz wird ein einkommensbezogenes Karenzgeld in Höhe des Arbeitslosengelds ausbezahlt.

Karenzgeld
Bei Pflegeteilzeit wird die Geldleistung anteilig vom reduzierten Einkommen errechnet. Dabei darf die Arbeitszeit auf ein Minimum von zehn Wochenstunden reduziert werden. Beantragt werden können die Modelle ab der Pflegegeldstufe 3 des Angehörigen, ab Stufe 1 bei minderjährigen Kindern oder bei Demenz. Nach den drei Monaten Karenz oder Pflegeteilzeit kann ein anderer Angehöriger daran anschließen – ebenfalls maximal drei Monate. Sollte sich der Zustand des zu pflegenden Angehörigen verschlechtern, ist es erneut möglich, eine Pflegekarenz oder -teilzeit zu beantragen.

Geld bei Hospizkarenz
Der ÖGB begrüßt, dass das Pflegekarenzgeld zukünftig auch bei der Familienhospizkarenz
bezogen werden kann, bisher gab es da nur in Härtefällen Geld. Ab 2014 erhalten damit alle, die sterbende Angehörige oder schwerstkranke Kinder pflegen, die analoge Leistung der Pflegekarenz.

Auf Hospizkarenz besteht aufgrund des Gesetzes Rechtsanspruch, auf Pflegekarenz aufgrund unseres Kollektivvertrags.

Konkret: Pflege- und Hospizkarenz in unsrem Kollektivvertrag

  • Zeiten einer Hospizkarenz sind für das Ausmaß des Erholungsurlaubes, für die Bemessung der Kündigungsfrist und für den Anspruch auf Abfertigung alt – sofern für diese Zeit nicht ohnedies ein gesetzlicher Anspruch auf Anrechnung besteht – anzurechnen.
  • Hospizkarenz ist im Ausmaß von höchstens 12 Monaten als Dienstjahre anzurechnen. 
  • Hospizkarenz kann fünf tage nach Bekanntgabe angetreten werden. 
  •  
  • Pflegekarenz: Arbeitnehmerinnen gebührt zur Pflege von nahen Angehörigen eine Freistellung ohne Entgeltanspruch bis zu einer Maximaldauer von 12 Monaten und einer Mindestdauer von 2 Monaten, je Karenzfall (dh je zu betreuendem Angehörigen), wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
    • ein Pflegebedarf zumindest der Stufe 3 im Sinne des BPGG festgestellt wurde
    • das Ausmaß der Pflegeleistung den vollen Arbeitseinsatz der pflegenden Person erfordert
    • die Pflegeleistung in häuslicher Umgebung des Pflegefalls zu erbringen ist und
    • die karenzierte Arbeitnehmerin die Pflege überwiegend übernimmt und durchführt
  • Nahe Angehörige sind Ehepartner, eingetragene Partner, im gemeinsamen Haushalt wohnende Lebensgefährten sowie Eltern, Kinder, Geschwister oder Großeltern.
  • Die Pflegekarenz ist dem Arbeitgeber schriftlich einen Monat vor Antritt anzuzeigen und kann zum Monatsersten eines jeden Monats angetreten werden.
  • Für eine Pflegekarenz ab 1. 2. 2013 zur Pflege von nahen Angehörigen gelten dieselben Rechte wie bei Karenz lt MSchG bzw gemäß VKG bzgl Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch, Abfertigung. Die Zeiten der Pflegekarenz werden für die Vorrückung in den Gehaltstabellen bis zu einem Höchstausmaß von 12 Monaten  angerechnet.

 Für nähere Informationen bitte im Betriebsratsbüro anrufen!

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