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Inhalt | Arbeitsrecht konkret | Arbeitsbedingungen / Arbeitskonflikte | Offener Appell gegen Ressourcenverschwendung
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Der Offene Appell zum Ausdrucken
Der Offene Appell zum AusdruckenPDF-Datei, 316 KB










Offener Appell gegen Ressourcenverschwendung

und für sinnvolle Arbeit

Wien, Juni 2007

Offener Appell

Wir wollen sinnvoll arbeiten

und

N I C H T  Ressourcen verschleudern!

 

 

An den acht schulfreien und schulautonomen Tagen bot sich in Wien überall dasselbe Bild:

 

Unzählige KinderbetreuerInnen von Ganztags- und offenen Schulen und von Lernklubs müssen ihre Arbeitszeit „absitzen“ – statt diese Zeit an anderen Tagen, wo sie wirklich gebraucht werden, sinnvoll einsetzen zu können. Durch diese Neuregelung müssen alle BetreuerInnen an allen Zwickeltagen an den ihnen zugeteilten Schulen „anwesend“ sein!

 

Daher ergeben sich folgende Probleme:

 

1)      An den schulfreien und schulautonomen Tagen wird an einigen Schulen Wiens ganztägige Freizeitbetreuung für jene Kinder angeboten, deren Eltern berufstätig sind und die diese Betreuung benötigen. Dieses – natürlich gute – Angebot wird jedoch von wenigen Eltern genützt.

Deshalb gibt es jedes Mal an diesen Standorten ein „Überangebot“ an    Betreuerinnen und Betreuern für nur ein kleines Grüppchen von Kindern.

 

2)    Von den BetreuerInnen wird von Seiten des Vereins erwartet, dass sie sich an diesen Tagen auf ihre Arbeit mit Kindern vorbereiten bzw. Arbeitsmaterialien erstellen. Da sich die BetreuerInnen aber meist  an einem fremden Schulstandort befinden, ist diese Arbeit aus Mangel an notwendigen Unterlagen, Büchern, etc. schwer umzusetzen.

 

3)    Überdies wird die Betreuung in einem „Schichtdienst“ organisiert: Zu Mittag müssen die BetreuerInnen wechseln – das bedeutet, dass die bisher beliebten Ganztagsausflüge und –projekte unmöglich durchzuführen sind.

 

4)      Zusätzlich sind nun viele Schulen damit konfrontiert, dass die FreizeitbetreuerInnen zu wenig zusätzliche Stunden während des normalen Schulalltags für ihre eigenen Schule zur Verfügung haben, um an Projekten, Ausflügen, Veranstaltungen etc. teilnehmen zu können.

Diese kostbare Zeit wurde ja schon an einer „Fremdschule“ sinnlos vergeudet !

 

 

Deshalb fordern wir :

 

Wir wollen unsere Arbeitszeit sinnvoll verbringen!

 

 

Eine Änderung der derzeitigen Regelung würde bedeuten…

 

... mehr Betreuungsstunden für die Schulen (für Ausflüge, Projekte, Elternabende, ...)

... eine sinnvolle und gezielte Verwendung der Arbeitszeit

... durch Wegfall des Schichtwechsels wird eine Ganztagsplanung möglich

è    somit können kreative, kulturelle, lebendige und naturnahe gemeinsame Erlebnisse (z.B.: Zoo, Cinemagic, städtische Events, Ausflüge in den Wienerwald, Picknicken in der Natur, Wandern, Zugfahren, ... Ausflugsziele, die mit der Familie nicht so leicht möglich sind) umgesetzt werden

... Integrationsprozesse sind besser möglich, es steht mehr zusammenhängende Zeit für wichtige     

    Gespräche bzw. das Auflösen von Konfliktsituationen mit Kindern zur Verfügung

... vermehrte Erholungsmöglichkeiten und damit Burnout - Prävention durch lange Wochenenden,

    die durch geblockte Arbeitszeit entstehen

 

 

Es wäre ganz einfach...

 

... den Wunsch aller KollegInnen, des Betriebsrats, der DirektorInnen und der Kinder

     zu  erfüllen !

... und würde keinen Cent mehr kosten !

 

Dafür muss nur folgendes umgesetzt werden:

 

è    geblockte Arbeitszeit, um eine echte ganztägige Betreuung organisieren zu können

è    teilweise Verschiebung der Arbeitszeit auf die Zeit des normalen Schulalltags („Einarbeiten“)

 

Starten wir ins neue Schuljahr mit einer für ALLE sinnvollen Regelung!

 

 

Angestelltenbetriebsrat der Wiener Kinder- und Jugendbetreuung

im Namen von über 440 Betreuerinnen und Betreuern

 

 

Nähere Infos bei: DSA Selma Schacht, Betriebsratsvorsitzende

 Tel.: 01/524 25 09-13 oder 0664/14 14 086

 

Trotz dieser Fakten soll es lt. Geschäftsleitung des Vereins (Fr. Brigitte Kopietz) im nächsten Schuljahr keine Änderung  der Situation geben. Deshalb wenden wir uns mit diesem Appell an einen größeren Kreis von Menschen.

 

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So schaut´s derzeit aus (Beispiele, Betreuungszeit ganztägig 10 Stunden):

 

18.Mai 2007, schulautonomer Tag:

Betreuungsstandort Robert-Blum-Gasse:

29 BetreuerInnen mit insges. 157,5 Arbeitsstunden für 11 anwesende Kinder

Betreuungsstandort Aspernallee:

23  BetreuerInnen mit insges. 118,25 Arbeitsstunden für 11 anwesende Kinder

 

29. Mai 2007, schulfreier Tag:

Betreuungsstandort Aspernallee:

16 BetreuerInnen mit insges. 93 Arbeitsstunden für 28 anwesende Kinder

Betreuungsstandort Zeltgasse:

11 BetreuerInnen mit insges. 63,5 Arbeitsstunden für 13 anwesende Kinder

Betreuungsstandort Landstraßer Hauptstraße:

16 BetreuerInnen mit insges. 90,5 Arbeitsstunden für 22 anwesende Kinder

 

 

 

 

Dieser offene Brief geht an:

Bürgermeister Michael Häupl * Vizebürgemeisterin Grete Laska * Gemeinderatsparteien * Gemeinderatsausschuss f. Bildung & Jugend * Vorstandsmitglieder und Geschäftsleitung * Stadtschulrat * MA 56 – Städtische Schulverwaltung *  Verband Wr. Elternvereine * DirektorInnen der Schulen mit ganztäg. Betreuung * Die interessierte Medienöffentlichkeit

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