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Inhalt | Pädagogisches | Kinder mit besonderen Bedürfnissen | Wer, wie, was - bezüglich Integration

Wer, wie, was - bezüglich Integration

Die Arbeit mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen


Da zu diesem Thema viele Fragen aufgetaucht sind, will ich versuchen, diese so gut wie möglich zu beantworten – aufgrund der Erlässe und Informationen, die dem Betriebsrat zugänglich sind.

Was ist SPF?

SPF bedeutet „Sonderpädagogischer Förderbedarf“. Dieser Bedarf wird festgestellt, wenn „das Kind infolge physischer oder psychischer Behinderung dem Unterricht in der Volks- oder Hauptschule ohne sonderpädagogische Förderung nicht zu folgen vermag. (...) Ungenügende Schulleistungen ohne das Bestimmungsmerkmal der Behinderung begründen daher keinen sonderpädagogischen Förderbedarf.“ (BMUK)

Wer bestimmt SPF?

Den Sonderpädagogischen Förderbedarf stellt der Bezirksschulrat nach Testungen und Gutachten fest. Der Antrag auf Feststellung kann von den Eltern/ Erziehungsberechtigten oder von der Schule, die das Kind besucht, gestellt werden. Diese Antragstellung muss bei eindeutiger Behinderung schon vor dem Schuleintritt erfolgen (im Zuge der Schuleinschreibung). Die Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung eines SPF aus Anlass einer Lernbehinderung kann frühestens am Ende des zweiten Schuljahres des Kindes nach Ausnützung aller Fördermöglichkeiten erfolgen.

Was sind Integrationsgruppen?

Eine Integrationsgruppe besteht nur dann, wenn sich SPF-Kinder mit folgenden Behinderungen in der Gruppe befinden: schwerstbehindert, mehrfachbehindert, sinnesbeeinträchtigt (= schwer seh- oder hörbehindert), autistisch, körperbehindert (schwer-verhaltensauffällig leider nicht mehr).

Was unterscheidet Integrationsgruppen von den anderen Nachmittagsgruppen?

In Integrationsgruppen ist bei bis zu vier schwerbehinderten Kindern (siehe oben) ein/e zusätzliche/r BetreuerIn tätig, von 5-8 Kindern ein/e dritte/r, usw. Jene KollegInnen an OVS, die in Integrationsgruppen arbeiten, haben früher eine Zulage erhalten  - für neue KollegInnen wurde diese gestrichen.

Früher war auch die Gruppengröße kleiner, diese ist im Zuge von Einsparungen an alle anderen Gruppen angeglichen worden. Mittlerweile (Schuljahr 04/05) ist es sogar so, dass die schwerbehinderten Kinder nicht mehr zur Gesamtzahl der Schüler gerechnet werden dürfen und somit die Inegrationsgruppen bis zu 23 Kinder haben können.

Wer kann behinderte Kinder betreuen?

An und für sich können dies alle KollegInnen im Verein tun. MitarbeiterInnen, die Kinder mit pflegerischen Bedürfnissen betreuen, tun dies aber auf Basis der Freiwilligkeit.

Vor der Aufnahme dieser Kinder an der Schule muss Rücksprache mit dem Verein gehalten werden (von Seiten der Direktion!), ob passendes Personal für die Betreuung bereitgestellt werden kann.

Was soll ich tun, wenn ich in meiner Gruppe ein behindertes Kind alleine betreue?

Nimm auf jeden Fall Kontakt mit dem Betriebsrat auf, um abzuklären, ob deiner Gruppe ein/e zusätzliche/r BetreuerIn zusteht.

Was tue ich, wenn ich mich mit den Behinderungen nicht auskenne/ ich nicht mehr weiter weiß?

Bewährt hat sich die enge Zusammenarbeit mit den LehrerInnen. Sie haben oft mit den selben Schwierigkeiten wie wir zu tun, ein Austausch kann offene Fragen klären bzw. kann eine gemeinsame Lösung gesucht werden (wie z.B. Kontakt zum Jugendamt, spezielle Therapien, ...). Auch würde ich (nicht nur den IntegratiosnbetreuerInnen) den Besuch von Supervision empfehlen.

Für weitere Fragen stehe ich und natürlich der gesamte Betriebsrat immer zur Verfügung. Scheue dich nicht, mal zum Telefon zu greifen, wir sind schließlich dafür da!

Selma Schacht, 5 Jahre lang Integrationsbetreuerin an der OVS Kleistgasse, jetzt freigestellt.

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