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Geburtstage

2. Ausgabe Juni 2001


Wie feiern wir die Geburtstage unserer Kleinen?

 

Während die VolksschulklasslerInnen in der Lernstunde sitzen und ihre Hausaufgaben erledigen, weiß ich, daß die eine Stunde sehr schnell vorbei sein kann. Also beginne ich mit den Vorbereitungen. Nachdem mir einen Tag vorher die Kinder (nicht nur einmal) stets betonen, daß sie "morgen Geburtstag haben", weiß ich, daß es eine ganz schlechte Sache wäre, diesen Tag nicht mit ihnen zu feiern bzw. ganz darauf zu vergessen!

Nachdem ich den Eltern einen Brief geschrieben habe, sie mögen doch an Geburtstagen ihrer Kinder ein paar Süßigkeiten und Getränke den Kindern mitgeben, damit wir stets an solchen Tagen versorgt sind, klappt es wunderbar mit dieser Versorgung.

Gleich nach dem Unterricht kommen sie mit großen Plastiksackerln und zeigen mir stolz den Inhalt dieser. Es sind meistens große aufgeblasene Chipspackerl, Mannerschnitten, ein Verdünnungssaft oder ein Orangensaft drinnen, eventuell Servietten und Plastikbecher. Manche Kinder bringen von der Menge so "viel", daß man nicht weiß, ob das Kind alleine mit mir feiern möchte oder gar nicht. Sie (oder die Eltern) sind sehr sparsam. Manche Kinder kommen mit sehr vielen Naschereien und signalisieren somit, daß sie sich auf eine GROSSE Geburtstagsparty freuen.

Nun gut, also erfülle ich diese kleinen Wünsche. Die Tische stelle ich so zusammen, daß am Ende ein Tisch steht, an dem das Geburtstagskind sitzen soll, wie auch die oder der engste FreundIn. Rechts und links von diesem Tisch stehen jeweils weitere Tische und zwar so, daß sich die Kinder beim Essen anschauen können, wie auch zum Geburtstagskind jederzeit blicken können.

Pro Tisch gibt es 2 kleine Teelichter, bunte Plastikteller und bunte Plastikbecher (9 ATS für 6 Stück bei IKEA!), die sehr praktisch und recht hübsch sind. Jedes Kind hat eine andere Farbe. Manche Kinder haben auch eigene Trinkbecher. Papierteller sind wirklich nicht zu empfehlen - unstabil und Nahrungsspuren die nicht runtergehen sind nicht zu übersehen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es besser ist, die Teller mit (für jedes Kind) gleicher Menge an Naschereien zu füllen, als ein Buffet zu veranstalten, wo die Kinder mit Tellern hin-und hergehen und die Hälfte des süßen Angebots am Boden (un-absichtlich) landet. So hat jedes Kind seinen Platz, dieser ist bereits gedeckt und es herrscht dadurch eine entspannte und ruhigere Atmosphäre. Wer Nachschub haben möchte, der meldet sich schon. Keine Sorge, meistens bleibt von der eingekauften Menge an Chips, Solletti etc. wenig über. Was die Getränke betrifft, so sind die Becher noch nicht gefüllt. So temperamentvoll wie sich manche Kinder zu Tisch setzen, ist es auch besser so. Dadurch daß 2-3 verschiedene Getränke zur Auswahl stehen, frage ich ganz laut "Wer möchte Eistee?" Dann zeigen 8 kleine Hände auf und ich gehe wie eine Kellnerin um die Kinder herum und schenke ihnen ihr gewünschtes Getränk ein. Danach frage ich nach der nächsten Getränkesorte.

Bevor es aber so richtig los geht, müssen die Kinder dem Geburtstagskind, das an der Spitze der langen Gedecktafel sitzt, zuerst einmal ein Geburtstagslied singen (zum Beispiel die Kinderversion: "Happy Birthday to you, Marmelade im Schuh, Aprikose in der Hose, Happy Birthday to you"). Danach soll sich jedes Kind Gedanken machen, WAS es dem Geburtstagskind wünscht. Interessanterweise kommen auch Glückwünsche wie: "Ich wünsche Dir einen Mann und viele Kinder". Ich selbst kann mich nicht erinnern, daß mich mit 8 Jahren solche Wünsche beschäftigt hätten, aber tja....

Feiert man Geburtstage vor den Semesterferien, so sind öfters Glückwünsche zu hören, die eindeutig mit SchulNOTEN zu tun haben: "Ich wünsche Dir viele Einser!"

Hat man nach dieser Füllerei die Möglichkeit, in einem anderen Raum einen Kinder-Videofilm (z. B. Das letzte Einhorn - mein Lieblingsmärchen!) zu sehen, so ist das eine perfekte Geburtstagsparty für die Kinder. Sie freuen sich. Weniger lustig ist es für die Kinder, die zu dieser Zeit in unverbindliche Übungen gehen müssen. Beim Geburtstagskind machen die LehrerInnen eine Ausnahme!

Ludmila Maslowska

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