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ELTERN - FRAGEN?!

Die Rolle der Eltern in der Interaktion mit den BetreuerInnen

Es nähert sich langsam die Abholzeit der Kinder. Manche Kinder gehen stets alleine nach Hause, die anderen dürfen (werden) abgeholt (werden). Auch hier hat alles seine Vor- und Nachteile - auch für die Kinder.


Werden die Kinder abgeholt, so lernt man ihre Eltern kennen. Dies ermöglicht kleine Einblicke in die soziale Umwelt des Kindes. Man macht sich ein Bild über seine Familie, seine Abstammung, seine soziale Schicht, das Bildungniveau der Eltern, über die Umgebung, in der das Kind aufwächst.

Dies alles natürlich nicht auf den ersten Blick auf einmal, sondern durch kurze oder längere Gespräche mit den Bezugspersonen (manchmal sind es sehr viele, so daß man den Überblick verliert, wer nun die "echte" Bezugsperson sei).

Nicht jede Mutter oder Vater (meistens Mütter) sind sofort gesprächsbereit. Manche nie. Es gibt jedoch Mütter, die sehr an der Nachmittagsbetreuung interessiert sind und Einblicke in die Freizeit ihres Kindes haben möchten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es an der Betreuungsperson liegt, aktiven Kontakt zu Familienmitgliedern zu suchen. Wenn man beim ersten Treffen der Mutter/dem Vater die Hand reicht, "Grüß Gott" sagt und dazu noch ein Lächeln zeigt, dann hat man den ersten Schritt getan, eine Annäherung zu ermöglichen. Ich habe damit nie schlechte Erfahrungen gemacht, im Gegenteil.

Die Eltern freuen sich, daß sie einbezogen werden und nicht "draußen" sind - oder am Gang, bei der Garderobe auf ihr Kind warten müssen. Es ist auch für sie angenehm, daß man ihnen Einblicke in die "Arbeitswelt einer Nachmittagsbetreuung" an einer Schule bietet. Dies löst eine Auflockerung, nachdem die Eltern nur sehr distanzierte oder vorsichtige Kontakte mit der Lehrkraft gewöhnt sind: schließlich erfahren sie hier die Beurteilung ihrer Kinder in allen Fächern und auch über ihr Verhalten und oft wissen sie nicht, was sie an (schlechter/guter) Information erwartet.

Bei der Nachmittagsbetreuung können sie auch viel erfahren - wenn sie wollen. Und das ist der Punkt. Ich taste mich stets voran, wieweit ich etwas von ihrem Sprößling erzählen DARF, KANN & SOLL.

Wie weit ist auch das Interesse seitens der Eltern, etwas über ihr Kind zu hören. Die zweite Stufe ist: WAS erzähle ich über ihr Kind? Hängt natürlich auch davon ab, welchen Eindruck man von den Eltern bekommt. Ist der Vater zu streng (man erlebt das ja gleich vor Ort), so wird man nicht mehr sehr viel Feedback über die "unberechenbaren" Aktionen der kleinen Tochter  erzählen. Schließlich taucht die Frage nach dem WIE?

Eltern sind stets beruhigt (wenn nicht sogar überrascht) wenn man als BetreuerIn positive Eigenschaften des Kinder erwähnt. Dabei schaue ich stets zu ihrem Kind rüber und lächele so vor mich hin.

Ich vermittle das Gefühl der Zufriedenheit (mit dem Beisammensein) mit ihrem Kind. Manche Eltern staunen richtig. Doch das ist gut. Die Eltern sprechen dann bei der Begrüßung ihres Kindes, auch ganz anders mit ihrem Kind. Das Kind wird gestreichelt und angelächelt.

Vielleicht ist das Kind dann auch überrascht, wenn die Mama oder der Papa einmal zur Abwechslung nicht "böse" dreinschauen?

 

Ein kleiner Beitrag meiner Beobachtungen aus dem Alltag.

(Jänner 2001)

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