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Das Forderungs- programm zum Ausdrucken
Das Forderungs- programm zum AusdruckenPDF-Datei, 39 KB










9 Forderungspunkte

an die Stadt Wien


  1. Mehr Gehalt
  2. Mehr Vorbereitungszeit
  3. Verkleinerung der Gruppen
  4. Mehr Personal in Gruppen mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen
  5. Raum für die Freizeitbetreuung
  6. Einhaltung arbeitsrechtlicher Bestimmungen und Respekt
  7. Sinnvolle Regelung für Betreuung und Arbeitszeit an Schulfreien- und Ferien-Tagen
  8. FreizeitbetreuerInnen sind gleichwertige Schulpartner
  9. Wir sind Zukunft


1. Mehr Gehalt

FreizeitbetreuerInnen arbeiten alleinverantwortlich, ohne die Unterstützung einer Assistentin, in Gruppen mit bis zu 25 Kindern. Im Unterschied zu den HortpädagogInnen der Stadt Wien verdienen sie – je nach Ausbildung und Einstufung – zwischen 7 und 900 Euro weniger.

Wir fordern eine adäquate Anhebung der Gehälter analog zur alleinverantwortlichen Arbeit in Horten!


2. Mehr Vorbereitungszeit

FreizeitbetreuerInnen haben drei Vorbereitungsstunden plus eine Teamstunde (welche meist für administrative Aufgaben zu verwenden ist). Dies ist für eine adäquate pädagogische Vorbereitung viel zu wenig. Für Vorbereitung wird viel Freizeit aufgewandt. Eine Aufstockung der Vorbereitungsstunden würde auch die Problematik, dass hauptsächlich nur Teilzeitdienstverträge vergeben werden, mildern.

Wir fordern eine Aufstockung der Vorbereitungszeit auf sechs Stunden (bzw. acht in Integrationsgruppen)!


3. Verkleinerung der Gruppen

Durchschnittlich befinden sich – im Optimalfall - 20 Kinder in einer Gruppe. Durch die Einteilung der Schulleitung kann diese Zahl auf bis zu 25 hinaufgesetzt werden. Im Fall des Fehlens einer/s KollegIn werden diese Zahlen jedoch meist überschritten. Internationale ExpertInnen empfehlen als Mindeststandard einen BetreuerInnen-Kind–Schlüssel von 1:12 für Schulkinder in Tageseinrichtungen, um sinnvolle pädagogische Arbeit bieten zu können.

Wir fordern die Herabsetzung der Gruppenhöchstzah!


4. Mehr Personal in Gruppen mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen

Eine Doppelbesetzung einer Gruppe ist nur für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf Grund von Schwerstbehinderung, schwerer Sinnesbeeinträchtigung, Körperbehinderung oder Autismus vorgesehen. Kinder mit chronischen Erkrankungen (z.B.

Diabetes), Sprachschwierigkeiten oder schwerer Verhaltensauffälligkeit haben zwar besondere Bedürfnisse, bekommen aber derzeit keine zusätzliche Förderung im Freizeitteil der Tagesbetreuung.

Wir fordern eine Doppelbesetzung einer Gruppe wenn Kinder mit chronischen Erkrankungen, Sprachschwierigkeiten oder schwerer Verhaltensauffälligkeit mitbetreut werden!


5. Raum für die Freizeitbetreuung

In vielen Schulen steht für Gruppen kein eigener oder ein viel zu kleiner Freizeitraum zur Verfügung. Teilweise muss die Betreuung am Gang oder in viel zu kleinen Räumen stattfinden oder in Schulklassen, die für Freizeitbetreuung völlig ungeeignet sind. Es sind keinerlei Mindeststandards (wie viel Raum für wie viel Kinder muss zur Verfügung stehen) festgelegt (im Unterschied zum Kindertagesheimgesetz und der dazugehörigen Verordnung).

Wir fordern als Mindeststandard für die Tagesbetreuung ausreichend große und freizeitadäquate Räume für die Freizeitbetreuung!


6. Einhaltung arbeitsrechtlicher Bestimmungen und Respekt

In vielen Fällen werden von Seiten des Vereins unrichtige Auskünfte über die Rechte der Beschäftigten gegeben (wie z.B. bei Sonderurlaubstagen oder Arztbesuchen in der Dienstzeit). Die Einhaltung der vorgeschriebenen Ruhepause wird nicht kontrolliert, wodurch durch den Personalmangel oft in der (unbezahlten!) Pause gearbeitet wird. Befristete Verträge werden, ohne Nennung eines Grundes, teilweise nur befristet oder gar nicht weiterverlängert. Trotz Personalengpasses werden vom Schulstandort ausdrücklich gewünschte BetreuerInnen nicht weiterbeschäftigt.

Wir fordern die Einhaltung und Kontrolle arbeitsrechtlicher Bestimmungen und Regelungen und einen respektvolleren Umgang mit den Beschäftigten!


7. Sinnvolle Regelung für Betreuung und Arbeitszeit an Schulfreien- und Ferien-Tagen

Die derzeitige Arbeitszeitregelung und der BetreuerInneneinsatz an den schulfreien Tagen (Schichtdienst Vormittag/Nachmittag) unterbindet notwendige Erholungsphasen für die BetreuerInnen und verhindert ganztägige Ausflugs- und Projektangebote. Diese Regelung gilt auch für die Ferienwochen.
98,5% der BetreuerInnen haben sich jedoch für einen alternativen Vorschlag des Betriebsrats (Ganztagesdienste) ausgesprochen, welcher zudem keinerlei Mehrkosten verursacht.

Wir fordern eine gemeinsame Lösung für alle BetreuerInnen und für beide Ferienwochen und die schulfreien/schulautonomen Tage durch geblockte Arbeitszeit (Ganztagesdienste), dafür an anderen Tagen Zeitausgleich als Burnoutprophylaxe!


8. FreizeitbetreuerInnen sind gleichwertige Schulpartner

Gemeinsam mit den LehrerInnen sind wir die Ganztagsbetreuung! Trotzdem wird die Existenz und die Arbeit der FreizeitbetreuerInnen weder von Seiten der Politik, namentlich des zuständigen Stadtrats Oxonitsch, noch von den Medien, noch von der Geschäftsleitung öffentlich gemacht. Tagesbetreuung soll nicht Lückenfüller für den Unterricht oder Aufbewahrungsstätte sein, sondern ist mehr. Die gleichberechtigte Beteiligung am Schulleben wird aber nicht gefördert, sondern erschwert (keine Bezahlung für schulinterne Fortbildung außerhalb der Dienstzeit, Betreuungsverbot vor 10 bzw. 11 Uhr bzw. abends oder nachts,...)

Wir fordern die aktive Einbindung der BetreuerInnen ins Schulleben und in der Öffentlichkeit!


9. Wir sind Zukunft

Die Volksbefragung hat ein klares Votum für die Ganztagsschule gebracht. Es sollen rasch weitere GTVS eröffnet werden. Mit den PraxisexpertInnen, den BetreuerInnen und ihrer Vertretung, wurde bisher darüber nicht gesprochen. Informationen erhalten wir ausschließlich über die Medien.

Wir fordern die ausreichende und rechtzeitige Information über und die Einbindung der Belegschaftsvertretung in die Pläne der Zukunft!

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