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Handel:

Peter Buchmüller: Neuer Handels-KV einfach, transparent und fair - Wolfgang Katzian: Sozialpolitische Vorbildwirkung für andere Branchen


Als "Meilenstein" bezeichneten am Montag, 24.07.2017, Wolfgang Katzian, Vorsitzender der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) und der Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Peter Buchmüller, die nun erreichte Einigung auf ein umfassendes neues Gehaltssystem im Handel.

"Aus Sicht der Sozialpartnerschaft haben wir eine weitreichende Lösung erreicht, die die heimische Handelslandschaft auf völlig neue Beine stellt. Qualität stand bei den Verhandlungen im Vordergrund, sodass nun eine komplett neue Gehaltsordnung für 404.000 Beschäftigte und 80.000 Betriebe vorliegt", so Buchmüller und Katzian unisono.

"Eckpunkte der Verhandlungen sind Vereinfachungen durch künftig eine einheitliche Gehaltstafel und ein einheitliches Gehaltsgebiet für den gesamten Handel", führt Handelschef Peter Buchmüller aus.
"Mit einem höheren Einstiegsgehalt von 1600 Euro lässt der Handel das Image der Niedriglohnbranche endgültig hinter sich und gewinnt durch Anerkennung der Karenzzeiten an Attraktivität. Durch die Deckelung der Vordienstzeiten auf sieben Jahre werden erfahrene Mitarbeiter wieder leistbarer", so Buchmüller.

Die Einigung auf den neuen Kollektivvertrag für den Handel habe jedenfalls eine große sozialpolitische Vorbildwirkung, von der vor allem Frauen profitieren, unterstreicht GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian: "Jede Statistik beweist, dass es leider noch immer fast ausschließlich Frauen sind, die zur Betreuung ihrer Kinder in Karenz gehen. Mit der vollen Anrechnung von zwei Jahren Karenzzeit pro Kind sind wir unserem Ziel des dringend notwendigen Lückenschlusses in der Einkommensschere wieder einen Schritt nähergekommen."

Katzian begrüßt außerdem die Rechtssicherheit, die der neue KV für Angestellte bringt, die mit All-In Vertrag arbeiten: "Für die Betroffenen ist oft nur schwer nachvollziehbar, wie viele Überstunden und Mehrleistungen mit einem All-in Vertrag tatsächlich abgegolten werden. Es besteht auch der weitverbreitete Irrglaube, dass ein All-In Vertrag den Kollektivvertrag oder das Arbeitszeitgesetz außer Kraft setzt.
Umso wichtiger und wertvoller ist die neue Regelung: das kollektivvertragliche Mindestgehalt und eine Überzahlung sind anzuführen und bilden das Grundgehalt, die Entlohnung der Überstunden ist extra anzuführen – diese Transparenz wünschen wir uns für alle Branchen."

Auch Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel, unterstreicht den Aspekt der Rechtssicherheit durch den vorliegenden neuen Handels-KV: "Nunmehr werden die Tätigkeiten in den Beschäftigungsgruppen detailliert beschrieben. Bisher war das nicht der Fall, was oft zu Rechtsstreitigkeiten vor den Gerichten führte. Betriebe haben vier Jahre Zeit, um in den neuen Kollektivvertrag umzusteigen. Für Handelsunternehmen wurde damit bis 2021 ein Übergangszeitraum geschaffen, der so auf die Bedürfnisse der Handelsbetriebe Rücksicht nimmt und diese durch die getroffenen Maßnahmen nicht überfordert."

Im Hinblick auf die nun getroffene Einigung, sieht Thalbauer aber auch gleichzeitig den Startschuss für weitere Gespräche, um in einem nächsten Schritt Verhandlungen zur Vereinfachung der Öffnungszeitenzuschläge erfolgreich zu einem Abschluss zu bringen.

"Mit der fairen Verteilung des Lebenseinkommens und mit der neuen Bewertung von Qualifikationen und Berufsbildern im neuen Kollektivvertrag, haben wir den Bedürfnissen vieler Angestellter Rechnung getragen. Die attraktiven neuen Einstiegsgehälter tragen sicher dazu bei, das Image des Handels zu verbessern.

Dass im neuen Gehaltsschema die facheinschlägige Ausbildung und die Qualifikation honoriert werden, eröffnet vielen Angestellten neue Möglichkeiten und die Chance auf ein höheres Einkommen", kommentiert Franz Georg Brantner, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) das Ergebnis der detailreichen Verhandlungen. Wie Thalbauer sieht auch Brantner weiteren Gesprächsbedarf, insbesondere im Hinblick auf eine Lösung der Erhöhung von Gehaltsüberzahlungen.

"Die nun getroffene Einigung sei jedenfalls ein richtungsweisendes Signal", weil wesentliche und wichtige Fragen aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht in einen vernünftigen Kompromiss gegossen wurden. Die angesprochenen Details, die zur Klärung anstehen, werden von den Sozialpartnern in weiteren Gesprächen behandelt.

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Arbeitsrechtspaket bringt Maßnahmen gegen unfaire Vertragsklauseln

Mehr Fairness bei All-in-Verträgen


Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) drängt schon viele Jahre auf gesetzliche Initiativen gegen den Missbrauch von All-In-Verträgen.
Mit dem Beschluss der Novelle des Arbeitsrechtspakets im Ministerrat und der Neuregelung mit 1.1.2016, die vorsieht, dass künftig das Grundgehalt für die Normalarbeitszeit klar ausgewiesen sein muss, konnte eine wesentliche Verbesserung durchgesetzt werden.

All-in nur für Manager und Führungskräfte
"In den nächsten Monaten wird die GPA-djp das Beratung- und Serviceangebot bezüglich All-In-Verträge intensivieren.
Es geht nicht darum, diese Vertragsform generell in Frage zu stellen, die Verträge sollen auf jene Tätigkeiten beschränkt bleiben, die echte Führungs- und Managementaufgaben beinhalten und sie sollen auch kein Instrument sein, um die Lohn- und Gehaltsansprüche von Beschäftigten zu senken", so Katzian.

Missbrauch bei All-in-Verträgen abstellen
Gerade im Bereich der All-in Verträge setzt sich die GPA-djp seit langem gegen Missbrauch ein. Künftig muss in All-in-Verträgen der Grundlohn/das Grundgehalt für die Normalarbeitszeit klar ausgewiesen sein.
Die verpflichtende Transparenz macht es möglich, auszurechnen, wie viele Mehrarbeitsstunden durch eine Überzahlung gedeckt sind. Wir werden auch allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die schon All-in Verträge unterzeichnet haben, zum Inkrafttreten der neuen Regelung einen All-in Rechner zur Verfügung stellen, um einfach das Ausmaß der durch den Vertrag abgedeckten Mehrarbeit auszurechnen.

Weitere Verbesserungen im Arbeitsrecht
Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte: Plant ein Unternehmen eine Stelle mit höherem Arbeitszeitausmaß auszuschreiben, so hat es diese Stelle auch seinen Teilzeitbeschäftigten anzubieten.

Konkurrenzklauseln: Die Entgeltgrenze für die Zulässigkeit von Konkurrenzklauseln wird angehoben von 2.754 auf 3.240 Euro (Werte für das Jahr 2016). Eine Konkurrenzklausel muss vereinbart sein und darf so wie bisher bis maximal 1 Jahr nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wirken.

Ausbildungskostenrückersatz: Die Rückforderungsfrist wird von fünf auf vier Jahre reduziert. Der Rückerstattungsbetrag wird dabei – gerechnet ab dem Ende der erfolgreich absolvierten Ausbildung – zwingend nach Monaten aliquotiert.

Rechtsanspruch auf schriftliche Lohnabrechnung: Künftig gibt es einen Rechtsanspruch auf Übermittlung einer schriftlichen Lohnabrechnung sowie auf Aushändigung einer Kopie zur Anmeldung zur Sozialversicherung.

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Arbeiterkammer | AK-Wahl 2014: Jetzt geht’s los

Ab 27. Jänner wird in Vorarlberg, Tirol, Salzburg gewählt.


Mehr als drei Millionen ArbeitnehmerInnen wählen 2014 bei der AK-Wahl wieder ihre Interessenvertretung.
Den Anfang machen ab 27. Jänner die drei westlichsten Bundesländer Vorarlberg, Tirol und Salzburg.

Wahlberechtigt sind alle DienstnehmerInnen, die an den jeweiligen Stichtagen in einem kammerzugehörigen Beschäftigungsverhältnis stehen. Seit 1. Jänner 2008 sind auch freie DienstnehmerInnen Mitglieder der Arbeiterkammer und daher auch wahlberechtigt.

Lehrlinge (ohne Altersbeschränkung), KarenzurlauberInnen, geringfügig Beschäftigte (auch geringfügig beschäftigte freie DienstnehmerInnen), Arbeitslose, Präsenz- oder Zivildiener müssen sich in die Wählerliste eintragen lassen, um wahlberechtigt zu sein.

Diese Personen erhalten rechtzeitig vom Wahlbüro ein Informationsschreiben, wie der Antrag auf Aufnahme in die Wählerliste zu stellen ist.

Mit der Parole „Ihre Stimme gibt der Gerechtigkeit mehr Gewicht“ rufen die Arbeiterkammern auf, zu dieser wichtigen Wahl zu gehen und mitzuentscheiden, wer die Interessen der ArbeitnehmerInnen im jeweiligen Bundesland für die nächsten fünf Jahre vertreten soll.

Die AK-Wahl in Vorarlberg findet vom 27. Jänner bis 6. Februar statt, in Tirol und Salzburg von 27. Jänner bis einschließlich 7. Februar 2014.

In den drei Bundesländern liegen der aktuellen „Arbeit&Wirtschaft“ Sondernummern zur Wahl bei.

Weitere Infos: www.arbeiterkammer.at

Arbeit&Wirtschaft 10/13
15.12.2013

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Datensammler auf der Überholspur

Mit dem "Internet der Dinge" tut sich gerade eine Vision auf, die für Datenschützer ein Albtraum ist


Nicht nur Smartphones und mobile Apps spionieren
Smartphones und mobile Apps gelten momentan als Einfallstor für Daten-sammler, aber immer mehr Firmen bieten – mit Sensoren ausgestattete und dem Internet verbundene – Geräte an, die uns durchleuchten.
E-Book-Reader übertragen Daten zum Leseverhalten an Unternehmen. Vernetzte TV liefern Angaben über angesehene Filme. Mit Fitness-Trackern oder -armbändern (Wearables) überwachen sich Konsumenten im Dienste ihrer Gesundheit nicht nur selbst, sondern liefern auch Facebook-Freunden und Firmen Daten über etwa Puls, Schlaf, Gewicht.

Was Ihre Zahnbürste alles über Sie weiß
Hunderte Angebote zur Vermessung der eigenen Körperfunktionen und zur "Optimierung des Selbst" sind bereits auf dem Markt. Für 2018 werden 80 Millionen verkaufte Geräte und 30 Milliarden Dollar Umsatz in diesem Bereich vorhergesagt.

Biometrische Kopfhörer, T-Shirts und Büstenhalter messen den Puls. Intelligente Zahnbürsten melden Zahnputzaktivitäten via Bluetooth auf das Smartphone. Mit einer App können Putzprogramme eingestellt und das -verhalten ausgewertet werden. Ein US-Forscherteam hat Gesundheits-sensoren entwickelt, die sich wie entfernbare Tattoos auf die Haut drucken lassen. Sie messen Temperatur und ausgeübte Kräfte.

Totale Überwachung der Arbeitnehmer
Entwickler haben auch die Arbeitswelt im Auge. Das US-System Theatro ermöglicht die Ortung von Angestellten und bietet die Auswertung von deren Verhalten, Produktivität und Bewegungsmuster an. Überwachungsboxen im Auto zeichnen rund um die Uhr das Fahrverhalten auf und übertragen etwa Beschleunigungswerte an Versicherungen, die die Höhe der Prämienzahlung von den gemessenen Daten abhängig machen. In Spanien, Großbritannien und den USA ist dieses Prinzip schon etabliert.

Wo bleibt die Privatsphäre?
Die Entwicklung wirft zahllose Fragen in Bezug auf Privatsphäre und Überwachungsgelüste auf. Informationen über das Privatleben können noch intensiver ausgebeutet werden. Falsche Schlussfolgerungen haben negative Auswirkungen auf Einzelne. Sind keine Daten über eine Person vorhanden, schätzen Unternehmen das Risiko für eine Kundenbeziehung unter Umständen als zu hoch ein. Die AK verlangt daher vorsorgliche Risiko-analysen. Aktuell klafft eine Lücke zwischen Datenschutzrecht und Praxis.

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Beste betriebsrätliche Kommunikation

Soziale Netzwerke in Web und Praxis - Veranstaltet von ÖGB und AK


Für die Auszeichnung „hervorragend gestalteter Kommunikation“ in der täglichen Arbeit von ArbeitnehmervertreterInnen ist es egal, ob es sich um die Arbeit in einem Kleinbetrieb oder einem Großkonzern handelt. Es geht nicht vorrangig um möglichst aufwendige Gestaltung, sondern um Engagement, ideenreiche Umsetzung und die möglichst gute Ausrichtung auf die konkreten Bedürfnisse der KollegInnen.

2011 bbK 11

Der "bbk - Die Auszeichnung für die beste betriebsrätliche Kommunikation" fand diesmal bei einem Empfang im ÖGB-Haus statt. ÖGB-Präsident Erich Foglar und AK Wien Vizepräsident Norbert Bacher-Lagler verliehen die Preise am 4. Juli 2012.

Die besten Beiträge werden in der Herbstausgabe des "ÖGB aktuell" und der "Arbeit&Wirtschaft" präsentiert.

Die bbK-GewinnerInnen in alphabetischer Reihe:
Betriebsratskörperschaft ASSIST gemeinnützige GmbH
Betriebsratskörperschaft BAXTER AG
Betriebsratskörperschaft MAN Truck & Bus Österreich AG
Betriebsratskörperschaft Metro Cash & Carry Österreich GmbH
Betriebsratskörperschaft Raiffeisen Beratung direkt GmbH
Betriebsratskörperschaft T-Mobile Austria GmbH

"Sonderpreis für erfolgreiche Teamarbeit bei der Entwicklung von Betriebsversammlungen" ging an die Betriebsratskörperschaft VAMED-KMB
"Sonderpreis für das besondere Engagement in der internationalen Zusammenarbeit" ging an das Projektteam SOZAK/EADA - Social Media - Arbeits- und Lebenswelten im Umbruch.

2010 bbK 10
Betriebsratskommunikation X.0
Die gesamte Veranstaltung am 22. November 2010 stand unter dem Thema "Betriebsratskommunikation X.0"- Wie sieht die aktuelle Kommunikation der BetriebsrätInnen aus und was bringt das Spektrum neuer Möglichkeiten im betrieblichen Alltag tatsächlich?

Fachvorträge mit:
Gabi Sax (Betriebsratsvorsitzende der Gesundheit Österreich GmbH), Ulrich Schönbauer (Sozialforscher in der Abteilung Betriebswirtschaft der AK Wien) und Hans Christian Voigt (Soziologe, Politikwissenschafter).

Podiumsdiskussion mit:
Karl Heimberger (Betriebsrat MedUni Wien), Harald Katzmair (Netzwerk-Experte, FAS.research), Thomas Kreiml (Grundlagenabteilung GPA-djp), Willi Mernyi (Leiter des Referats Kampagnen im ÖGB), Ulrich Schönbauer (Sozialforscher in der Abteilung Betriebswirtschaft der AK Wien) und Didi Weiß (Gewerkschaft vida).

"Die Auszeichnung für die beste betriebsrätliche Kommunikation" wurde von Renate Lehner (Vizepräsidentin der AK Wien) und Monika Kemperle (Leitende Sekretärin im ÖGB) vergeben.

Die GewinnerInnen:

Kategorie 1 (bis 150 MitarbeiterInnen)
1. BR Austroport
2. BR Assist gemeinn. GmbH
3. BR wienXtra

Kategorie 2 (ab 151 MitarbeiterInnen)
1. BR Metro Cash & Carry Österreich GmbH
2. BR Wiener Wohnen
3. BR Wiener Kinder- und Jugendbetreuung

Bundesländerpreis:
Kategorie1: BR Rotes Kreuz Leibnitz
Kategorie2: BR SCA Graphic Laakirchen AG

2009 bbK 09
Die "Auszeichnung für die beste betriebliche Kommunikation" wurde am 29. April in der Wiener Urania vergeben. Sie soll betriebsrätliche Arbeit auf anschauliche Weise "vor den Vorhang" holen. Herausragende betriebsrätliche Kommunikation, die voll von Ideen und klaren Absichten, kreativen Ansätzen und hoher Einsatzbereitschaft ist. Gute Konzepte und beispielhafte Umsetzungen der täglichen Betriebsratsarbeit.

Die Preisverleihung erfolgte durch Roswitha Bachner (ÖGB-Vizepräsidentin) und Dr. Dwora Stein (Vizepräsidentin der AK Wien). Roswitha Bachner wies in ihrer Rede darauf hin, dass mit dieser Auszeichnung "ein wichtiger Aspekt der guten - und gerade in diesen Zeiten oftmals harten - Arbeit, die von BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen geleistet wird, entsprechend gewürdigt werden soll". Einerseits ginge es bei dieser Initiative um die hervorragenden Kommunikationsleistungen, ebenso aber um die weitere Stärkung des "Austausches zwischen den BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen - voneinander lernen und gute Ideen anderer für die eigenen Betriebe aufgreifen".

Dwora Stein betonte das enorme Engagement, das von Seiten der Nominierten zu spüren und zu sehen ist - "völlig unabhängig, ob es sich um ein großes international tätiges Unternehmen oder um einen kleinen heimischen Betrieb handelt."

Roswitha Bachner und Dwora Stein dankten und gratulierten allen Nominierten gleichermaßen. Die GewinnerInnen im eigentlichen Sinn seien alle ArbeitnehmerInnen, die von ihren BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen Tag für Tag in ganz Österreich in ihren Betrieben und Dienststellen informiert, unterstützt und vertreten werden!

Als Jurysprecher präsentierte der Medien- und Kommunikationsexperte Josef Broukal die auch aus seiner Sicht hervorragenden Ergebnisse der nominierten Betriebsratskörperschaften und der 9 GewinnerInnen:

Kategorie Print
1. Caritas Wien
2. Robert BOSCH AG
3. wienXtra

Kategorie Digital
1. Raiffeisen Solution / Raiffeisen Informatik
2. Rail Cargo Austria AG
3. Metro Cash & Carry Österreich GmbH

Kategorie Gesamtheitlich
1. Wiener Kinder- und Jugendbetreuung
2. ÖBB Traktion GmbH
3. SDS Software Daten Service GmbH

Links:
bestkom

2011:
Arbeit&Wirtschaft

2010:
Arbeit&Wirtschaft

2009:
Arbeit&Wirtschaft
ÖGB Verlag

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Das ArbeitnehmerInnen - Web 2.0

Die Aktivitäten der Gewerkschaften, von Betriebsräten und Personalvertretern, von Personen, Gruppen und Organisationen mit Arbeitnehmerinteressen beschränken sich nicht allein auf Blogs sondern auf verschiedene Dienste, Plattformen und Dimensionen des Web 2.0.


Gegenöffentlichkeit 2.0
Werkzeuge und Medien wie das Blog bergen die Chance auf die Etablierung von praktischen, lebendigen und funktionierenden Gegenöffentlichkeiten.

Eine der Grundlagen dafür: der geringe Ressourcenaufwand. Ein Betriebsrat kann ein Blog ohne finanziellen Einsatz, ohne größere organisatorische Aufwendungen und ohne besondere Herausforderungen eines speziellen Know-hows betreiben.

Willkommen im BlogHandbuch
Diese Seite – das BlogHandbuch – entstand im Rahmen des Bildungsschwerpunkts der GPA-djp zum Aufbau einer Blogosphäre der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Wie nutzen Arbeitnehmer und Arbeitgeber das Web 2.0?
Von Andreas Skowronek

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Der Verteilungskuchen ist nicht kleiner geworden

Karl Proyer im Interview mit dem Online-Standard zu Kurzarbeit, Lohnkonflikten und Arbeitzeitflexibilisierung


Der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer nimmt im Interview mit derstandard.at zur aktuellen Diskussion um die wieder steigende Kurzarbeit Stellung.
Er warnt vor Panikmache und sieht nach wie vor genügend Spielraum für ordentliche Lohnabschlüsse (Stichwort: Geld ist genug da).

Für die Metallindustrie signalisiert Proyer Verhandlungsbereitschaft beim Thema "Flexibilisierung der Arbeitszeit", wenn die Frage der Einkommen dabei gelöst wird und gibt den Arbeitgebern den Tipp, diese Frage nicht getrennt in einzelnen Fachverbänden sondern gemeinsam anzugehen.

Das gesamte Interview lesen Sie hier.


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Richtig eingestuft. Von Anfang an!

In Österreich gibt es klare Spielregeln für die Bezahlung.


Kollektivverträge regeln die Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter in fast allen Branchen.
Je nach Tätigkeit, Qualifikation und Dauer des Dienstverhältnisses gibt es unterschiedliche Einstufungen.

Bei der Einstufung passieren allerdings immer wieder Fehler. Oft werden Vordienstzeiten gar nicht oder falsch angerechnet oder die Einstufung entspricht nicht der tatsächlichen Tätigkeit.

Vor allem Frauen sind häufig von falschen Einstufungen betroffen. Unter anderem deshalb verdienen Frauen im Durchschnitt ein Drittel weniger als Männer.

Die GPA-djp startet eine Initiative, um von Anfang an mehr Gerechtigkeit herzustellen.

Verluste durch falsche Einstufung
Durch eine falsche Einstufung zu Beginn des Dienstverhältnisses entstehen Verluste, die sich innerhalb weniger Monate und Jahren zu riesigen Beträgen summieren. Ein Beispiel: eine Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich (BAGS-KV) wird fälschlicherweise in der Verwendungsgruppe (VG) 2 statt in der VG 3 eingestuft.

Sie verliert damit monatlich EUR 75,40 brutto, in einem Jahr sind das bereits über Euro 1.000.- brutto! Auch die prozentuelle jährliche Gehaltserhöhung wird vom zu niedrigen Gehalt berechnet, dadurch entstehen weitere Verluste.

Lassen Sie Ihre Einstufung überprüfen!
Die GPA-djp startet nun eine Aktionswoche, in der alle Beschäftigten prüfen können, ob sie korrekt eingestuft sind. Nutzen Sie Ihre Chance und lassen Sie Ihre Einstufung bei einer kostenlosen Erstberatung durch Ihren Betriebsrat oder die GPA-djp überprüfen!

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Europäischer Betriebsrat

EBR


Die EU hat 1994 der Forderung der europäischen Gewerkschaftsbewegung zum Schutz der Interessen von ArbeitnehmerInnen in europaweit tätigen Unternehmungen entsprochen und die "Richtlinie 94/45 des Rates der EG über die Einsetzung eines Europäischen Betriebsrates" verabschiedet.

Die "EBR-Richtlinie" wurde 2009 durch die Richtlinie 2009/38/EG nachgebessert.
In Österreich wurde das EBR-Recht durch eine Novelle des Arbeitsverfassungsgesetzes (ArbVG) im Dezember 2010 geändert, wobei in mehreren Punkten dabei über die notwendige Übernahme der in der neuen EU-Richtlinie festgeschriebenen Nachbesserungen hinausgegangen wurde.
(Für nähere Informationen zur gültigen Rechtsgrundlage für Eurobetriebsräte: EBR-Recht und Downloads).

Die Richtlinie betrifft Beschäftigte und ihre Interessenvertretungen in grenzübergreifend tätigen Unternehmungen, die insgesamt mehr als 1.000 Beschäftigte überschreiten und an mindestens zwei Standorten in mehreren europäischen Ländern mehr als 150 Beschäftigte haben.

Ziel ist es, dass die Beschäftigten in europaweit operierenden Konzernen über die wirtschaftliche Situation des Konzerns informiert und zu bestimmten Entwicklungen, die für die Beschäftigten- und Arbeitsbedingungen von Auswirkung sind, angehört werden.

Dafür ist den Arbeitnehmervertretungen aus den verschiedenen Konzernstandorten auf Kosten der Unternehmensleitung die Möglichkeit einzuräumen, in regelmäßigen Zusammenkünften zusammentreten und grenzübergreifende Beratungen anzustellen. Die Konzernleitung hat die dafür notwendigen Ressourcen und Sachverständigen zur Verfügung zu stellen und dafür auch die Kosten zu übernehmen.

Bislang wurde in rund 900 von ca. 2.500 möglichen europaweit tätigen Unternehmensgruppen ein solcher EBR eingerichtet. Jährlich kommen etwa 30-40 neue dazu, die in Kooperation mit den zuständigen Gewerkschaftsverbänden auf nationaler Ebene und in Europa ausgehandelt werden.

Weblog

Über aktuelle Entwicklungen und Informationen für Europäische Betriebsräte informiert die GPA regelmäßig auf ihrem Weblog.

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Sei dabei!

Nur durch gemeinsames Handeln ist ein gemeinsamer Erfolg möglich.

Als Mitglied stärken Sie die Verhandlungskraft der GPA-djp!
Die GPA-djp verhandelt jährlich rund 160 Kollektivverträge für hunderttausende Beschäftigte in Bereichen wie Handel, Banken, Industrie.

Der Kollektivvertrag regelt

  • Ihr Einkommen,
  • Ihre Arbeitszeit,
  • Ihre Lohn- bzw. Gehaltseinstufung,
  • Ihre Ansprüche auf Weiterbildung und
  • Ihr Weihnachts- und Urlaubsgeld.
Es gibt viele Gründe Mitglied bei der Gewerkschaft und im ÖGB zu sein
  • Umfassende Hilfe und Unterstützung bei arbeitsrechtlichen Fragestellungen
  • Beratung, Betreuung und Unterstützung vor Ort
Sei dabei!

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KV-Verhandlungen für 520.000 Handelsangestellte und Lehrlinge erfolgreich abgeschlossen

Gehälter steigen um durchschnittlich 3,6%, Lehrlingsentschädigungen um 3,9%, 10 Monate Karenzanrechnung für Biennium


Anhebung der Gehälter durchschnittlich 3,6%, gültig ab 1.1.2012, 12 Monate Laufzeit

Nach langen und sehr schwierigen Verhandlungen konnte nach insgesamt 16-stündiger Verhandlungsdauer in den frühen Morgenstunden folgendes Ergebnis erzielt werden:

Die Gehälter steigen über alle Tafeln um durchschnittlich 3,6%. Gehaltsansätze bis 1.500 Euro werden mit einem Fixbetrag von 50 Euro angehoben. Dadurch ergeben sich in einzelnen Gehaltspositionen Erhöhungen bis zu 3,85%.

Erstmals ist es uns nach 15 Jahren gelungen, auch die höheren Gehaltstafeln mit demselben Prozentsatz wie die a)-Tafel zu erhöhen. Dadurch ist sichergestellt, dass es auch in diesen Bereichen keine geringere Erhöhung als 3,5% gibt.

Durch Fixbeträge werden die Lehrlingsentschädigungen im Schnitt um 3,9%, in einzelnen Positionen um 4% erhöht.

Im Rahmenrecht konnten wir folgende Punkte durchsetzen:
1.) Anrechnung des Karenzurlaubes für das erste Kind im Ausmaß von zehn Monaten, für die Einstufung sowohl beim selben Arbeitgeber als auch als Vordienstzeiten bei Dienstgeberwechsel.
2.) Zehn Monate Karenzurlaub werden weiters für das Jubiläumsgeld angerechnet.
3.) Hospizkarenz wird für Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, das Urlaubsausmaß, die Kündigungsfrist und das Jubiläumsgeld ebenfalls im Ausmaß von zehn Monaten angerechnet.
4.) Der Auszahlungszeitpunkt für den Urlaubszuschuss wird auf den 30.06. vorverlegt.

Mit diesem Abschluss haben wir die wesentlichen Ziele der diesjährigen Gehaltsbewegung erreicht. Wir haben einerseits eine nachhaltige Anrechnung des Karenzurlaubes und andererseits eine kräftige reale Erhöhung der Gehälter und Lehrlingsentschädigungen durchsetzen können. Mit diesem Ergebnis konnten wir einen Gesamtabschluss erzielen, der durch das Zusammenwirken von Gehaltserhöhungen und rahmenrechtlichen Verbesserungen in einzelnen Positionen mit 4 Prozent zu bewerten ist.

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen für die massive Unterstützung in den letzten Wochen. Nur durch diesen Druck war es möglich, in für uns zentralen Punkten, eine Haltungsänderung der Arbeitgeber zu erreichen.

Nur starke Gewerkschaften sind in der Lage, die Interessen der Beschäftigten erfolgreich zu vertreten, daher ist jetzt eine gute Gelegenheit unsere Gemeinschaft durch einen Beitritt zu stärken.

Der Kollektivvertrag tritt mit 1.1.2012 in Kraft, Laufzeit 12 Monate.

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GPA-djp: Mangelnde Wertschätzung der Handelsangestellten durch die Arbeitgeber

Völlig unseriöses Gehaltsangebot trotz erfolgreicher Unternehmensergebnisse


Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 520.000 Angestellten und Lehrlinge im Handel wurden heute in den Abendstunden sehr zum Ärger der BetriebsrätInnen ohne Ergebnis unterbrochen.

"Die Gehaltserhöhung, die uns angeboten wurde, ist auf Grund der guten Unternehmensergebnisse absolut inakzeptabel", berichten die Chefverhandler der ArbeitnehmerInnen, der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA-djp, Franz Georg Brantner, und GPA-djp-Wirtschaftsbereichssekretär Manfred Wolf.

"Die heute angebotenen 2,9 Prozent sind nicht mehr als die Inflationsrate. Das ist nichts anderes als mangelnde Wertschätzung der Handelsangestellten und Lehrlinge, die ihren Anteil am Erfolg des Handels durch ihre Leistung verdient haben."

Die VerhandlerInnen der Arbeitgeberseite nehmen offenbar den Auftrag nicht ernst, den wir von den Angestellten bekommen haben: ein Einkommen zu fordern, mit dem sie auskommen", so Brantner und Wolf:

"Das bedeutet: kein Abschluss unter 4 Prozent."

Die betriebsrätlichen und gewerkschaftlichen VerhandlerInnen haben am Nachmittag der Arbeitgeberseite 30.000 Unterschriften von Angestellten aus Handelsunternehmen mit den klaren Forderungen nach einem deutlichen Gehaltsplus übergeben.

Die Unterschriftenaktion wird in den nächsten Tagen an öffentlichen Plätzen und in zahlreichen Handelsbetrieben fortgesetzt.

Die GPA-djp wird morgen über weitere Protestmaßnahmen informieren.

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Verhandlungen über neuen Handels-Kollektivvertrag


Konstruktiv und in offener Atmosphäre verlief am 19. Oktober die erste Runde der Verhandlungen für den neuen Handels-Kollektivvertrag, der mit rund 520.000 Beschäftigten jener mit der größten Breitenwirkung ist.
"Wir haben den Arbeitgebervertretern unsere Forderungen mit Nachdruck erläutert, auf den generellen Nachholbedarf und die besondere Einkommenssituation der Frauen aufmerksam gemacht", berichten die beiden Chefverhandler der ArbeitnehmerInnen, Franz Georg Brantner und Manfred Wolf.

In langen Diskussionen sei es gelungen, die Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass die Ausweitung der Anrechnung des Karenzurlaubes ernsthaft verhandelt werden muss, um einen vertretbaren Abschluss zu erzielen, so Brantner und Wolf weiter.
Nach dem Austausch der jeweiligen Verhandlungspositionen einigten sich die Verhandlungspartner darauf, in welcher Reihenfolge die Schwerpunkte in der nächsten Verhandlungsrunde abgearbeitet werden sollen:

1) Anrechnung der Karenzzeiten
2) Auszahlungstermin für Sonderzahlungen und
3) die Anhebung der Gehälter per 1.1.2012.

"Ziel der kommenden Verhandlungsrunden ist es, trotz derzeit in manchen Fragen noch sehr unterschiedlicher Standpunkte, eine für beide Seiten tragbare Lösung zu finden", so Brantner und Wolf abschließend.

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Was habe die Gewerkschaften je für uns getan?


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Klarstellung Arbeitszeiten


12/60 Stunden sind weiterhin NICHT Normalarbeitszeit

Nach Abschluss der Sozialpartnereinigung zum Thema Arbeitszeiten haben die Medien ausführlich berichtet.
Leider wurde dabei über einige Fakten sehr missverständlich berichtet.
Viele Regelungen, die nun als neu dargestellt werden, gab es schon bisher, sie wurden nur modernisiert.

Im Folgenden daher einige wichtige Klarstellungen:
Die Wirtschaft hat sich mit ihrem Wunsch nach Lohnnebenkostensenkung durch rein betriebsorientierte Durchrechnungsmodelle ohne Mitsprache der Kollektivvertragspartner nicht durchgesetzt.
Für Durchrechnungsmodelle, die durch den Verlust von Überstunden-zuschlägen inhaltlich betrachtet lohnrechtliche Regelungen sind, gilt weiterhin das Primat des Kollektivvertrages.

Höchstarbeitszeit ist NICHT Normalarbeitszeit
Man muss ganz klar unterscheiden zwischen der Anhebung der Höchstarbeitszeitgrenzen, das heißt der Zulassung zusätzlicher Überstunden, und einer Anhebung der Normalarbeitszeitgrenzen.
Einige Medien machen diesen Unterscheid leider nicht, viele Menschen glauben nun, die Gewerkschaften hätten der Anhebung der täglichen und wöchentlichen Normalarbeitszeit zugestimmt.
Das ist natürlich nicht der Fall.

Höchstarbeitszeiten:
Die Höchstarbeitszeitgrenzen (12 Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche) gelten AUSSCHLIESSLICH für das Höchstausmaß zulässiger Überstunden.
NUR mit Überstundenarbeit und NUR mit Zustimmung des Betriebsrates darf die Tagesarbeitszeit auf zwölf und die Wochenarbeitszeit auf 60 Stunden ausgedehnt werden – das gilt schon seit Jahren und wird nicht geändert.
So viele Überstunden dürfen NUR in extremen Ausnahmefällen geleistet werden und waren bisher für maximal 12 Wochen pro Jahr zulässig (§ 7, Absatz 4 AZG).

Nun gelten statt 12 Wochen bis zu 24 Wochen, allerdings nie länger als 8 Wochen auf einmal und dazwischen müssen jeweils zumindest 2 Wochen ohne zusätzlichen Überstunden liegen.
Diese Regelung wird auch für schriftliche Einzelvereinbarungen in Betrieben ohne Betriebsrat geöffnet, allerdings NUR bei arbeitsmedizinischer Unbedenklichkeit.

Die Grenzen der Normalarbeitszeit sind davon nicht betroffen, sie bleiben bei neun bzw. zehn Stunden, je nach Kollektivvertrag. Der Verlust von Überstundenzuschlägen ist ausgeschlossen.

Normalarbeitszeit:
Der Kollektivvertrag kann schon jetzt zehn Stunden Normalarbeitszeit pro Tag zulassen, wenn es dafür Zeitausgleich in mehrtägigen zusammenhängenden Zeiträumen gibt.
Die Neuregelung erweitert den Gestaltungsspielraum der KV-Partner.
Zehn Stunden Normalarbeitszeit ohne Ermächtigung durch KV sind aber nach wie vor nicht möglich.
Zehn-Stunden-Tage sind zwangsläufig NUR bei 4-Tage.Woche möglich!

Gleitzeit:
Gleitzeit liegt vor, wenn innerhalb eines vereinbarten Rahmens Beginn und Ende der täglichen Normalarbeitszeit von den ArbeitnehmerInnen selbst bestimmt werden können.
Mit der Neuregelung wird bei Gleitzeitvereinbarungen die Möglichkeit eröffnet, zehn Stunden Normalarbeitszeit festzulegen.
Das ist akzeptabel, weil das auch ArbeitnehmerInnen Vorteile bringt, sie können sich so die Arbeitszeit innerhalb bestimmter Grenzen selbst einteilen.

12-Stunden-Schichten:
Der Kollektivvertrag kann 12-Stunden-Schichten bei Schichtarbeit zulassen, es muss aber arbeitsmedizinische Unbedenklichkeit gegeben sein.
Das bringt die Möglichkeit, die Arbeitswoche auf wenig mehr als 3 Tage zu reduzieren.
Diese Variante der Schichtgestaltung wird allerdings nur in wenigen Ausnahmefällen möglich sein.

Vier-Tage-Woche:
Die Vier-Tage-Woche kann derzeit nur durch einen Kollektivvertrag zugelassen werden.
Nun soll das auch einzelvertraglich möglich sein, weil die Vier-Tage-Woche oft im Interesse der ArbeitnehmerInnen liegt.

Einarbeiten:
Einarbeiten durch regelmäßige Mehrarbeit in Verbindung mit Feiertagen:
Einarbeitungszeitraum grundsätzlich 13 statt bisher 7 Wochen, tägliche Normalarbeitszeit bis 10 Stunden.
Die Änderung ist sinnvoll, weil der bisherige Einarbeitungszeitraum von sieben Wochen bei Einarbeitung mehrere Fenstertage innerhalb kurzer Zeit Probleme brachte.

Teilkontinuierlicher Schichtbetrieb:
Flexibilisierung der Lage der Wochenendruhe im Schichtbetrieb.
Eine Sonderbestimmung für teilkontinuierlichen Schichtbetrieb, die arbeiternehmerfreundliche Schichtpläne legalisieren soll.

Verbrauch von Zeitguthaben:
Die Vereinfachung der Regelung über Abbau von Zeitguthaben (§19f AZG) soll sicherstellen, dass ArbeitnehmerInnen aufgebaute Zeitguthaben auch tatsächlich nach ihren Vorstellungen verbrauchen können.

Zuschlag für Teilzeitkräfte bei Mehrarbeit:
Teilzeitkräfte bekommen bei Mehrarbeit 25 Prozent Zuschlag – bisher bekamen sie keinerlei Zuschlag!
Falls zuschlagsfreie Mehrstunden für Vollzeitbeschäftigte vorgesehen sind (bei kollektivvertraglicher Arbeitszeitverkürzung), gilt ein zuschlagsfreier Puffer im selben Ausmaß auch für Teilzeitbeschäftigung.
Der Zuschlag entfällt, wenn Mehrstunden innerhalb eines Quartals ausgeglichen werden.

Härtere Strafen:
Bisher mussten Unternehmen, die Bestimmungen des Arbeitsrechts missachten, kaum Konsequenzen fürchten.
Die Strafbestimmungen werden nun deutlich verschärft. Bei Verletzung der Aufzeichnungspflicht ist eine Strafe pro ArbeitnehmerIn fällig, Ansprüche (Überstundenzuschläge) verfallen nicht.

Teilzeitbeschäftigte:
25 Prozent Zuschlag für Mehrarbeit von Teilzeitbeschäftigten.
Durch das beschlossene Arbeitszeitpaket der Sozialpartner steht nun Teilzeitkräften ein Zuschlag für Mehrarbeitsstunden von 25 Prozent zu.
Neu ist auch, dass für Änderungen der vereinbarten Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten die Schriftform vorgeschrieben wird.
Die Regelung, wonach Ausmaß und Lage der Arbeitszeit vereinbart werden müssen, bleibt unverändert.

Mehrarbeits-Rechner
Mit dem Online-Rechner können Teilzeitbeschäftigte schnell und einfach den Zuschlag für die geleisteten Mehrarbeitsstunden berechnen.
Allerdings gilt es bestimmte Einschränkungen zu beachten.
Denn keinen Mehrarbeits-Zuschlag für Teilzeitbeschäftigte gibt es, wenn die Mehrarbeitsstunden innerhalb eines Quartals durch Zeitausgleich verbraucht werden oder wenn es für Vollzeitbeschäftigte Mehrarbeitsstunden ohne Zuschlag gibt.
Das kann bei einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit unter 40 Stunden der Fall sein, z. B. 1,5 Stunden bei einer 38,5 Stunden-Woche.
In diesem Fall bleiben für Teilzeitbeschäftigte ebenso viele Stunden pro Woche zuschlagsfrei.

Beispiel Handelsangestellte:
Vereinbarte Arbeitszeit in 13 Wochen:
195 Stunden, das sind 15 Stunden pro Woche
Gehalt: 8 Euro pro Stunde, das sind 519,6 Euro pro Monat für 15 Wochenstunden
(das wären 1.336,0 Euro für eine Vollzeitbeschäftigung)

Tatsächlich geleistete Arbeitszeit:
225 Stunden-Mehrarbeit in 13 Wochen: 30 Stunden
Wöchentliche Normalarbeitszeit laut Kollektivvertrag: 38,5 Stunden
Mehrarbeit ohne Zuschlag: 1,5 Stunden pro Woche

Dieser Puffer wird in den Wochen abgezogen, in denen die vereinbarte Arbeitszeit überschritten wird (in diesem Beispiel in 7 Wochen).
Das ergibt einen Puffer von 10,5 Stunden in den 13 Wochen, daher 25 Prozent Zuschlag für 19,5 Stunden (30 minus 10,5 Stunden)
Durchschnittliches Monatseinkommen inkl. Mehrstunden alt (ohne Zuschlag): 599,6 Euro

Durchschnittliches Monatseinkommen inkl. Mehrstunden neu (mit Zuschlag): 612,6 Euro
Das ist eine Einkommenserhöhung um 2,2 Prozent

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Gute Gründe für eine Pause!



Wussten Sie, dass ...

… die Konzentration nach 90-120 Minuten Arbeit deutlich nachlässt?

Ideal sind max. 75 Minuten Arbeiten am Stück. Ein "Aufsparen" der Pausen für ein früheres Dienstende ist nicht sinnvoll.

… die Fehlerhäufigkeit und Unfälle bei ununterbrochener Arbeit signifikant zunehmen, die Kreativität hingegen stark sinkt?

… jeder Mensch in der Regel je zwei Hoch- und Tiefphasen pro Tag hat? Die Hochphasen kommen durchschnittlich um 10 Uhr vormittags und am späten Nachmittag.

Das Leistungstief erleben viele Menschen nach dem Mittagessen gegen 14.00 Uhr. Das zweite Tief fällt in die Phase des Nachtschlafes.

… in Ländern mit "anderer Pausenkultur", wie Kanada, Japan und Schweden, viele Unternehmen ihren MitarbeiterInnen einen kurzen Mittagsschlaf ermöglichen?

Ein derartiger "Power-Nap" dauert zwischen 10 und max. 30 Minuten und hat enorme Wirkung auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

… der gängige Wachmacher Koffein nur kurzzeitige Wirkung hat?

Eine gute Pause tut allen gut!

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Schule - Lehre - Ferien | Deine Rechte und Pflichten


Die meisten von uns haben den dummen Spruch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" schon einmal gehört.

Im Klartext soll das heißen, dass wir als Lehrlinge keine Rechte sondern nur Pflichten hätten und das wir doch froh sein sollen überhaupt eine Lehrstelle zu haben.
Fakt ist allerdings, dass sich seit dem entstehen dieses Spruches einiges geändert hat.
Gesetze regeln die Berufsausbildung in Österreich und somit auch die Rechte und Pflichten eines Lehrlings.
Auf dieser Seite wollen wir Dir einen Überblick über die wichtigsten Gesetze und Regelungen geben.

Interessenvertretung mit Biss!
Für Lehrlinge und jugendliche ArbeitnehmerInnen sind JugendvertrauensrätInnen die ersten AnsprechpartnerInnen für alle Fragen rund um die Themen Arbeit und Ausbildung!
So wie BetriebsrätInnen die Interessen aller ArbeitnehmerInnen des Betriebes vertreten, sind JugendvertrauensrätInnen speziell für die Anliegen der Lehrlinge und der jugendlichen ArbeitnehmerInnen da. Sie kümmern sich darum, dass Du gehört wirst und sind Deine betriebliche Interessenvertretung mit Biss!

Deine Schule - Deine Rechte!

Reden wir nicht über deine Pflichten als Schülerin. Dauernd sagt man Dir, was Du zu tun oder zu lassen hast.
Reden wir also über Deine Rechte, das was Du darfst und Dir als Schülerin zusteht.
Unterricht:
SchülerInnen und Schüler haben das Recht sich an der Gestaltung des Unterrichts und der Wahl der Unterrichtsmittel zu beteiligen.
Das bedeutet, Du kannst jederzeit Vorschläge und Wünsche zu Unterrichtsstoff und -methoden einbringen.

Fair statt Prekär!
Ferienjob, Praktikum & Co


Sommerzeit bedeutet nicht immer nur Ferienzeit!
Viele SchülerInnen und StudentInnen arbeiten im Sommer, um Geld zu verdienen, um sich ihr Studium finanzieren zu können oder weil sie sich etwas ansparen wollen.

In manchen Schultypen und Studien sind aber auch Pflichtpraktika vorgesehen. Für die "normalen" Jobs und die Pflichtpraktika gibt es unterschiedliche Regelungen und Bestimmungen. Grundsätzlich sind aber alle FerienjobberInnen (egal ob "klassischer Ferienjob", Pflichtpraktikum oder Praktikum) ArbeitnehmerInnen.

Das heißt, dass für sie die Bestimmungen und Gesetze gelten, die das Arbeitsleben regeln, sie also den ArbeitgeberInnen keineswegs schutzlos ausgeliefert sind.
So gibt es zum Beispiel für Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr besondere Schutzbestimmungen.
Alle Infos rund ums arbeiten in den Ferien!


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Krise. Wessen Krise? Welche Krise eigentlich?


In den letzten Jahren wurden wir Zeugen der größten Weltwirtschaftskrise seit den 1930er Jahren.
Seit dem Auftauchen „der Krise“ im Jahr 2008 ist diese ein Dauerbrenner in politischen Diskussionen und in Medienberichten. Dabei ist allerdings nicht immer ganz klar, was mit „der Krise“ eigentlich gemeint ist, um welche Krise es sich genau handelt und wodurch diese genau verursacht wurde.

So war zunächst von einer „Immobilienkrise“ die Rede, dann von einer „Bankenkrise“, die in weiterer Folge zu einer „Börsenkrise“ und schließlich zu einer allgemeinen „Finanzmarktkrise“ wurde.
Damit nicht genug, wandelte sich die Krise weiter in eine „Wirtschaftskrise“ und diese mündete schließlich auch in eine „Saatsschuldenkrise“.

Während mittlerweile auch schon wieder das „Ende der Krise“ und erneuter Wirtschaftsaufschwung vermeldet werden, werden als Folge der Krise auch bereits Sparpakete geschnürt. Als Hauptbetroffene dieser Sparpakete werden die ArbeitnehmerInnen für die Bewältigung der Krisenkosten zur Kasse gebeten als hätten sie „der Krise“ verursacht.

Dabei wird kaum noch nach den Ursachen „der Krise“ gefragt oder danach, ob es grundsätzlich neuer politischer und wirtschaftlicher Ansätze bedarf, um künftige Krisenszenarien zu verhindern.
Wurde zu Beginn „der Krise“ noch davon gesprochen, dass der Neoliberalismus zu Grabe getragen werden muss, kann man sich heute des Eindrucks nicht verwehren, dass dieser weiterhin die dominierende Ideologie ist.

In unserem Workshop für BR-Mitglieder die Mitglied der GPA-djp sind, werden wir sowohl unterschiedliche Erklärungsmodelle zur Krise kritisch betrachten, als auch die bisherigen Versuche seitens der Politik, „die Krise“ zu bearbeiten.
Wir widmen uns aber auch der Frage, welche Rolle die Gewerkschaftsbewegung einerseits bei der Bewältigung der Krise und andererseits bei einer nachhaltigen Neuausrichtung von Politik und Wirtschaft einnehmen kann.

Bildungsabteilung der GPA-djp

Werner Drizhal
22.12.2010

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